Fashion-ABC

Modelexikon mit Definitionen, Erklärungen und Übersetzungen für Fashion, Mode und Style Fachbegriffe von A bis Z.

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Accessoire – schmückendes aber nicht unbedingt notwendiges Beiwerk wie Handtaschen, Schmuck, Gürtel oder Tücher (aus dem Französichem accessoire = zusätzlich, nebensächlich, Zubehörteil)

Allover – Muster, das über die gesamte Fläche verteilt ist, auch Allover-Print genannt

Androgyn – ein androgyner Modestil bedeutet die Verwendung von typisch männlichen Modedetails wie Farben, Muster, Schnitte und Stoffe  in der Damenmode (androgyn = die Vereinigung oder Kombination von männlichen und weiblichen Eigenschaften, aus dem Griechischen)

Ankle-Boots – knöchelhohe Stiefeletten (aus dem Englischen ankle = Fußgelenk, boot = Stiefel)

Avantgarde – Vorreiter für neue Modeströmungen und Megatrends (kommt aus dem Französischen und bezeichnete ursprünglich im militärischen Bereich die Vorhut). Im Unterschied zu Trendsettern,  die eher kurzfristige Fashion-Trends setzen, geht es bei der Avantgarde um langfristige und nachhaltige Mode-Trends

Baggy Hose – sehr weite Hose mit übergroßen Taschen (aus dem Englischen baggy = ausgebeult, sackartig herunterhängend)

Basics – in der Mode sind damit Kleidungsteile gemeint, die zu einer Grundgarderobe gehören, und die sich gut mit anderen Teilen kombinieren lassen. Basics sind dabei normalerweise nicht so von kurzfristigen Trends beeinflusst sondern können viele Mode-Saisons immer wieder neu kombiniert werden (aus dem Englischen basic = die Grundlagen, das Wesentliche)Bikerjacke – Figurbetonte Jacke im Stil von Motorradjacken, meist aus Leder und mit Details wie Reissverschlüssen, Schnallen und großem Kragen. Eine Bikerjacke ist oft taillenkurz, kann aber auch länger geschnitten sein (aus dem Englischen biker = Motorradfahrer)

Bohemian Style, Bohemian Chic, Boho Chic – Als Bohemian Style, auch Bohemian Chic oder kurz Boho Chic genannt, wird in der Mode ein Mix aus Hippie Look, Gipsy Look (siehe dazu auch Definition Gipsy Look) und Ethno-Elementen bezeichnet. Dazu gehören z.b. weite folkloristische Maxi-Röcke, Blümchen-Blusen, Lammfellwesten oder Häkelmützen. Der Look ist geprägt von natürlichen Materialien, Rüschen und Raffungen, fließenden Stoffen und romantischen Mustern. Auch die passenden Accessoires wie z.B. auffälliger Schmuck aus Naturmaterialien sind für den Bohemian Style ganz wichtig (aus dem Englischen bohemian = böhmisch).

Bolero – ursprünglich als vorne offenes, taillenkurzes, langärmeliges Jäckchen Teil der Tracht eines spanischen Toreros. In der Mode wird damit ein kurzes, knappes Jäckchen ohne Verschluss mit und ohne Ärmel bezeichnet

Bouclé – Garn oder Gewebe mit kleinen Schlingen und Knötchen, die dem Stoff eine unregelmäßige Oberfläche geben (von französich boucle = Ring, Locke, Schleife, Schlinge)

Boot Cut oder Boot Legs – Hosen-Schnitt unterhalb des Knies ausgestellt und mit viel Fußweite, so dass die Hose auch bequem über Stiefeln getragen werden kann (aus dem Englischen, boot = Stiefel, cut = Schnitt)

Camouflage-Muster – Fleckenmuster in Oliv-, Braun- und Grüntönen, die an die Muster und Farben von Militäruniformen erinnern -siehe dazu auch Tarnmuster (aus dem Französichen camouflage = Tarnung)

Cargo-Stil – Sehr weit geschnittener Jacken- und Hosenschnitt mit großen, aufgesetzten Taschen im Stil von Arbeitskleidung (aus dem Englischen cargo = Frachtgut)

Catwalk – Schmaler ins Publikum hineinragender Laufsteg, auf dem die Models bei Modeschauen die neuesten Modetrends vorstellen (aus dem Englischen catwalk = Katzenweg)

Clutch – Kleine Handtasche ohne Henkel passend zur festlichen Abendgarderobe (aus dem Englischen clutch = Umklammerung)

Colorblocking – Großflächige Kombination von mehreren kräftig leuchtenden, knalligen Farben wie z.B. Rot, Orange und Pink um auffällige Farbkontraste zu schaffen (aus dem Englischen color = Farbe, blocking = Abriegelung, Blockierung)

Cut Out Fashion – Kleidungsstücke oder Schuhe, bei denen aus den Stoffen bzw aus dem Leder bestimmte Formen ausgestanzt oder ausgeschnitten sind, so dass ein Lochmuster entsteht (aus dem Englischen cut out = ausschneiden)

Denim – Jeans-Stoff (kommt aus dem Französischen „de“ = „aus“ und „Nimes“ = südfranzösische Stadt, in der lange Zeit Baumwolle angebaut wurde)

Dark Denim – Sehr dunkler, gleichmäßig gefärbter, ungebleichter Jeans-Stoff (aus dem Englischen dark = dunkel und denim = Baumwolldrillich oder Jeansstoff)

Dinner Jacket – Weisses oder ecru-farbenes Jacket, das als Alternative zum schwarzen Smoking auf festlichen Anlässen getragen wird (aus dem Englischen dinner = Abendessen, jacket = Jacke, Jacket)

Dirty Denim – Gelb-bräunlich-erdig überfärbter Jeans-Stoff, wodurch ein leicht „angeschmutzer“ Look erreicht wird (aus dem Englischen dirty = schmutzig, denim = Baumwolldrillich oder Jeansstoff)

Eco Fashion – Mode, die aus ökologischen, nachwachsenden Materialien hergestellt wird, meist soll mit dem Begriff auch noch ausgedrückt werden, dass Herstellung und Verkauf unter Fair Trade Bedingungen erfolgen (aus dem Englischen eco = Öko, Fashion = Mode)

Empire Kleid – Unterhalb der Brust abgenähtes Kleid, das von da an weit und fließend nach unten fällt – Kleider im Empire-Stil können in verschiedenen Längen als Empire-Minikleid mit einem Saum oberhalb des Knies bis hin zum Empire-Abendkleid bodenlang getragen werden (aus dem Englischen Empire = Reich, Imperium)

Fade-Out – Verwaschenes, verblichenes Aussehen von Stoffen, durch das die Stoffe wie z.B. Denim einen Used-Look erhalten (aus dem Englische, fade-out = Ausblendung)

Fairtrade / Fair Trade Kleidung – Fairtrade ist in dieser Schreibweise ein markenrechtlich geschütztes Siegel der deutschen Sektion von FLO (Fairtrade Labelling Organizations International) für Produkte, die unter fairen Bedingungen hergestellt und vertrieben werden (also z.B. keine Kinderarbeit, keine Ausbeutung von Arbeitern usw), mit der Schreibweise Fair Trade soll das Gleiche ausgedrückt werden, diese Schreibweise ist aber nicht geschützt und kann deshalb auch für ungeprüfte Produkte verwendet werden (aus dem Englischen fair = anständig, gerecht, trade = Handwerk, Gewerbe, Handel).

Fashionista – extrem modebewusste Frau, für die Mode und Fashion Trends eine große Rolle spielen, meistens im Zusammenhang mit High End Fashion oder ganz besonders außergewöhnlicher Mode, oft auch durch den eigenen Beruf geprägt, z.B. Designerin, Mode-Einkäuferin, Fashion Journalistin usw (aus dem Englischen fashion = Mode)

Gipsy Look – Mode-Look, der mit folkloristischen Elementen der Kleidung von Sinti und Roma Zigeuner spielt. Zum Gipsy Look gehören z.B. farbenprächtige Stufenröcke, Rüschen und Volants, unter der Brust geknotete Blusen und viel Schmuck (aus dem Englischen gipsy = Zigeuner)

Grunge – Mode-Look, der als bewußte Abgrenzung zur Schicki-Micki-Mode schmuddelig, gebraucht, zerrissen aussieht, oft kombiniert mit Second-Hand-Karos, klobigen Leder-Boots und gebraucht aussehenden Lederjacken (aus dem Englischen, grunge = Schmutz)

Haute Couture – Maßgeschneiderte, aus luxeriösen Materialien handgearbeitete Modekreationen für den Laufsteg – der Begriffe Haute Couture ist in Frankreich geschützt und darf nur von Modehäusern verwendet werden, die vom Pariser Modeverband offiziell dafür berechtigt wurden (aus dem Französischen haute = gehoben, couture = Schneiderei)

High Heels – Schuhe mit sehr hohen Absätzen – als sehr hohe Absätze werden dabei in der Regel Absatzhöhen von mindestens 10 cm und mehr bezeichnet (aus dem Englischen High = hoch, Heels = Absätze)

It-Piece – Kleidungsstück oder Accessoire, das als Fashion Statement ganz besonders auffällig und trendy ist – so trendy, dass damit Trends gesetzt werden und das It-Piece für viele Trendsetter zu einem „Must-Have“ wird (aus dem Englischen it = es, piece = Stück)

Jeggings – Kunstwort, das sich aus dem „J“ von Jeans und „eggings“ von Leggings zusammensetzt- damit werden Leggings bezeichnet, die den Look von hautengen Jeans imitieren

Jumpsuit – Einteiliger Hosenanzug für Damen oder Herren, bezeichnete ursprünglich die einteilige Uniform von Fallschirmtruppen oder den Overall von Fallschirmsportlern (aus dem Englischen jump = springen, suit = Anzug)

Kelly-Bag – Trapezförmige, sich nach oben hin verjüngende Handtasche mit Henkelgriff – das Original von Hermès wurde durch Grace Kelly weltbekannt und gilt als der Handtaschenklassiker überhaupt (aus dem Englischen Kelly = „Mitnehmerstange“, Bag = Tasche)

Label – Als Label wird im Fashion-Bereich der Markenname einer Modemarke bezeichnet (aus dem dem Englischen label = Zettel, Etikett)

Lagen-Look – Modestil, bei dem mehrere, Kleidungsstücke miteinander kombiniert und übereinander getragen werden – die Optik der verschiedenen übereinander getragenen Lagen kann durch spezielle Schnitt-Techniken auch nur simuliert werden (siehe dazu auch Zwiebel Look)

Longsleeve – Langarmshirt meist aus dünnerem Stoff, so dass das Shirt einem T-Shirt mit langen Ärmeln ähnelt. In weiterem Sinne wird Longsleeve manchmal auch als Überbegriff für alle langärmeligen Oberteile verwendet (aus dem Englischen long = lang, sleeve = Ärmel)

Must-Have – Modisches Kleidungsstück oder Accessoire, das so im Trend liegt, dass man es unbedingt haben muss (aus dem Englischen must = muß, have = haben)

Neckholder – Bezeichnet ein Kleidungsstück, bei dem die Träger nur um den Hals gebunden werden, z.b. bei Sommertops oder Kleidern – damit die BH-Träger beim Tragen von Neckholder-Kleidungsstücken nicht sichtbar werden, gibt es speziell darauf zugeschnittene Neckholder-BHs (aus dem Englischen neck = Hals, holder = Hals)

Onesie – Jumpsuit, der als bequemer einteiliger „Ganzkörper-Anzug“vor allem zum Tragen und Relaxen zuhause gedacht ist – Onesie ist eigentlich ein eingetragenes Warenzeichen, wird aber oft als allgemeiner Überbegriff für diese Art von Anzügen verwendet (aus dem Englischen one = eins)

Oversize – Gewollt überdimensional weit und groß geschnitten; oversized Kleidung soll so wirken als wäre sie ein paar Kleidergrößen zu groß für den Träger (aus dem Englischen oversize = Übergröße)

Pencil Skirt – Schmaler, mittellanger bis langer Rock, der an die Form eines Bleistiftes erinnert, oft mit hohem Bund (aus dem Englischen Pencil = Bleistift, Skirt = Rock)

Polka-Dots – Tupfen-Muster oder Pünktchen Muster. Dots bedeutet aus dem Englischen übersetzt Punkte. Der Zusatz „Polka“ ist wahrscheinlich in Anlehnung an den Polka-Tanz erfolgt, der in der Formation der Tänzer ein wenig an die Anordnung der Punkte auf Polka-Dot-Mustern erinnert.

Prêt-à-porter – Mode, die in Abgrenzung zur Haute Couture nicht nur als Einzelanfertigung für Models und Laufsteg kreiert wurde, sondern schon als Konfektionsware in größerer Stückzahl gefertigt wird (aus dem Französischen prêt = fertig, à = zum, porter = Tragen, der englische Begriff dafür lautet „ready-to-wear“)

Queenie oder Queeny Absatz – Spezielle Absatzform für Schuhe, bei der der Absatz in der Mitte schmaler ist als unten und oben, erinnert in der der Form an Schuhabsätze, wie sie früher in Königshäusern getragen wurden (aus dem Englischen queen = Königin)

Raglanärmel – Spezielle Schnittform für Ärmel, bei der die Ärmel über die Schulterpartie hinweg schräg bis zum Halsansatz geschnitten sind, benannt nach Lord Raglan, der in der Schlacht von Waterloo einen Arm verloren hatte und später einen Mantel mit schräg an der Kragennaht befestigten Ärmeln trug – dieser Schnitt sollte ihm das An- und Ausziehen des Mantels mit nur einem Arm vereinfachen

Spaghettie-Träger – Sehr schmale, dünne Träger von Kleidungsstücke wie z.B. Kleidern, Tops, Unterhemden und Nachthemden

Street-Style / Street-Wear – Modetrends, die nicht auf den großen Laufstegs durch Models präsentiert sondern auf der Straße von ganz normalen Passanten getragen und dort entdeckt werden (aus dem Englischen street = Straße, Style = Stil, Wear = Kleidung, Mode, Tragen)

Tarnmuster – durch verschiedene Farben und Formen fleckig wirkende Muster in Braun-, Grün- und Olivtönen, die dazu geeignet sind, Konturen optisch aufzulösen und ursprünglich beim Militär zur Tarnung eingesetzt wurden und werden (siehe dazu auch Camouflage-Muster)

U-Boot-Ausschnitt – Sehr breite bis in den Schulterbereich verlaufene, ovale Ausschnittform, die einen Teil der Schulter oder eine komplette Schulter frei lässt, findet man vor allen bei Damen-Oberteilen und Damenkleidern

Used-Look – Neue Kleidungsstücke, die bewußt auf alt getrimmt werden, z.B. durch Löcher, Risse oder ausgewaschene Farben (aus dem Englischen used = gebraucht)

Vintage-Look – Modestil mit Kleidungsstücken aus älteren Modekollektionen, Second-Hand-Kleidungstücken, denen man das Alter ansieht oder neue Kleidungsstücken, die wie beim sogenannten Used-Look bewußt auf alt gestylt werden (aus dem Englischen vintage = alt, altmodisch, klassisch)

Wedges – Schuhe mit Keil-Absätzen aus Materialien wie z.B. Holz, Kork oder Bast (aus dem Englischen wedge = Keil)

X-Linie – Modestil, bei dem die Silhouette der Kleidung angelehnt an die Form des Buchstaben X ist: Breite Schultern, schmale Taille, weit geschnittene Hüftenpartie

Y-Linie – Modestil, bei dem die Silhouette der Kleidung angelehnt an die Form des Buchstaben Y (in Groß-Schreibung) ist: V-Förmige, im oberen Bereich üppig wirkenden Oberteile (z.B.  Oberteile mit breitem, voluminösen Kragen, die im Hüftenbereich schmal auslaufen, kombiniert mit schmal geschnittenen Hosen oder Röcken (z.B. Pencil Skirts) – die Y-Linie stammt ursprünglich aus der Haute Couture und wurde auf dem Laufsteg erstmals vom Designer Christian Dior vorgestellt

Zwiebellook – Kleidungsstil, bei dem im ursprünglichen Sinn viele dünnere Kleidungsstücke übereinander getragen werden – ermöglicht bei schwankenden Temperaturen das An- oder Ausziehen von einzelnen Kleidungsstücken, der Zwiebellook kann aber auch aus rein optischen Gründe getragen oder das Aussehen von mehreren übereinander getragenen Kleidungsstücken durch bestimmte Schnitt-Techniken nur simulieren (siehe auch Lagenlook)